Darmgesund im Urlaub

Darmgesund im Urlaub

So können Sie Reisedurchfall wirksam vorbeugen

Warum beginnt der Urlaub manchmal schon am zweiten Tag mit Durchfall?

Die Vorfreude ist groß. Endlich Urlaub! Das Hotel ist wunderschön, die Koffer sind ausgepackt und am ersten Abend lockt das Buffet mit vielen landestypischen Spezialitäten. Doch schon am nächsten Morgen ist an Erholung kaum noch zu denken. Bauchkrämpfe, Übelkeit oder Durchfall machen jeden Ausflug unmöglich. Viele vermuten als Ursache ungewohnte Gewürze oder exotische Speisen. Tatsächlich sind meist Krankheitserreger verantwortlich, mit denen unser Darm fern von zu Hause erstmals in Kontakt kommt. Deshalb entscheidet nicht nur das Essen darüber, ob wir gesund bleiben, sondern auch, wie gut unser Darm auf diese Herausforderung vorbereitet ist.

Warum schützt eine gesunde Darmflora vor Reisedurchfall?

Unser Darm ist weit mehr als ein Verdauungsorgan. Milliarden nützlicher Darmbakterien bilden gemeinsam mit vielen weiteren Mikroorganismen die sogenannte Darmflora. Sie besiedeln die Darmschleimhaut wie eine natürliche Schutzbarriere und erschweren Krankheitserregern die Ansiedlung und Ausbreitung. Gleichzeitig trainieren sie unser Immunsystem und unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte. Gerät dieses empfindliche Gleichgewicht aus der Balance, haben krankmachende Keime deutlich leichteres Spiel. Deshalb lohnt es sich, die Darmflora bereits vor Reisebeginn gezielt zu unterstützen.

Wie können Sie Reisedurchfall vorbeugen?

Besonders bei Fernreisen oder Reisen in Länder mit anderen hygienischen Bedingungen kann die vorbeugende Einnahme eines geeigneten Probiotikums sinnvoll sein. Empfehlenswert ist es, etwa eine Woche vor Reiseantritt mit der Einnahme zu beginnen und diese während der gesamten Reise fortzusetzen. So ist die Darmflora besser auf ungewohnte Lebensmittel sowie fremde Bakterien und Viren vorbereitet. Ebenso wichtig sind einige einfache Hygieneregeln. Besonders in Ländern mit niedrigerem Hygienestandard gilt nach wie vor die bewährte Empfehlung: „Koch es, schäl es oder lass es liegen.“ Obst und Gemüse sollten möglichst geschält oder gründlich gewaschen werden. Fisch- und Fleischgerichte sollten immer ausreichend erhitzt sein. Vorsicht ist außerdem bei Eiswürfeln, Speisen mit rohem Ei und Buffets geboten, deren Speisen über längere Zeit warmgehalten werden. Rohe Muscheln und Austern stellen übrigens ein besonderes Risiko dar. Als sogenannte Filtertiere filtern sie große Mengen Meerwasser und können dabei Viren oder Bakterien anreichern, die anschließend mitgegessen werden. Auch Leitungswasser sollte in vielen Reiseländern weder getrunken noch zum Zähneputzen verwendet werden.

So bereiten Sie Ihren Darm optimal auf den Urlaub vor

  • Beginnen Sie etwa eine Woche vor Reiseantritt mit einem geeigneten Probiotikum.
  • Nehmen Sie das Probiotikum während der gesamten Reise weiter ein.
  • Beachten Sie die wichtigsten Hygieneregeln beim Essen und Trinken.
  • Packen Sie eine gut ausgestattete Reiseapotheke ein.

Was hilft, wenn der Reisedurchfall bereits begonnen hat?

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen lässt sich nicht jeder Magen-Darm-Infekt verhindern. Durchfall und Erbrechen entziehen dem Körper innerhalb kurzer Zeit große Mengen Wasser und Mineralstoffe. Deshalb steht zunächst der Ausgleich dieser Verluste im Vordergrund. Spezielle Elektrolytlösungen ersetzen die verlorenen Salze und stabilisieren den Kreislauf. Am besten trinkt man sie über den Tag verteilt in kleinen Schlucken. Gegen Übelkeit und Erbrechen hilft der Wirkstoff Dimenhydrinat. Akuter Durchfall kann kurzfristig mit Loperamid gelindert werden. Gleichzeitig empfiehlt sich weiterhin die Einnahme eines geeigneten Probiotikums, damit sich die Darmflora möglichst rasch wieder erholen kann. Ergänzend können Präparate mit einem pflanzlichen Molekülkomplex – beispielsweise LenoDiar® – die gereizte Darmschleimhaut schützen, die Darmfunktion unterstützen und die Durchfallepisoden verringern.

So gehen Sie bei Reisedurchfall am besten vor

  • Flüssigkeits- und Elektrolytverluste ausgleichen.
  • Übelkeit und Erbrechen behandeln.
  • Akuten Durchfall bei Bedarf kurzfristig lindern.
  • Die Darmflora mit Probiotika unterstützen.
  • Die gereizte Darmschleimhaut zusätzlich schützen.

Wann sollte man bei Reisedurchfall einen Arzt aufsuchen?

Eine ärztliche Untersuchung ist ratsam, wenn hohes Fieber auftritt, Blut im Stuhl vorhanden ist, starke Kreislaufprobleme bestehen oder die Beschwerden mehrere Tage anhalten. Auch kleine Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke sollten wegen des raschen Flüssigkeitsverlustes frühzeitig ärztlich untersucht werden.

Die Pregizer Apotheke in Pforzheim berät Sie rund um Reisedurchfall

Ob Probiotika zur Vorbeugung, Elektrolytlösungen, Mittel gegen Reiseübelkeit oder eine individuell zusammengestellte Reiseapotheke – in der Pregizer Apotheke in Pforzheim beraten wir Sie gerne persönlich. Gemeinsam finden wir die passende Lösung, damit Sie Ihren Urlaub möglichst unbeschwert genießen können.

Häufige Fragen zu Reisedurchfall

Kann ich Reisedurchfall vorbeugen?

Ja. Eine stabile Darmflora, sorgfältige Lebensmittelhygiene und eine gut ausgestattete Reiseapotheke können das Risiko deutlich senken.

Wann sollte ich mit Probiotika beginnen?

Am besten etwa eine Woche vor Reisebeginn und während der gesamten Reise.

Warum helfen Probiotika?

Sie unterstützen die natürliche Darmflora, erschweren Krankheitserregern die Ansiedlung und stärken die natürliche Darmbarriere.

Was gehört gegen Durchfall in die Reiseapotheke?

Elektrolytlösungen, ein geeignetes Probiotikum, Loperamid, ein Mittel gegen Übelkeit sowie – je nach Reiseziel – Wasserdesinfektionstabletten.

Darf ich im Urlaub Leitungswasser trinken?

In vielen Reiseländern sollte Leitungswasser weder getrunken noch zum Zähneputzen verwendet werden. Verwenden Sie besser Wasser aus Flaschen.

Warum sind Muscheln und Austern besonders riskant?

Als Filtertiere können sie Krankheitserreger aus dem Meerwasser aufnehmen und anreichern.

Wann sollte ich mit Durchfall zum Arzt gehen?

Bei hohem Fieber, Blut im Stuhl, starken Kreislaufproblemen oder Beschwerden über mehrere Tage sowie bei kleinen Kindern und älteren Menschen.


Über diese Seite:
Autor
Dr. Holger Isensee
Apotheker

Approbation als Apotheker. Promotion am physiologischen Institut der Universität Tübingen. Leitende Tätigkeit in der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 10.09.2026Änderungsdatum: 10.09.2026

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