Halsschmerzen - Ist Gefahr im Verzug?

Ist Gefahr im Verzug, wenn es im Hals brennt und schmerzt?
Ganz unvermittelt geht es los: Zuerst ein leichtes Ziehen, dann innerhalb kurzer Zeit ein unange-nehmes Brennen, bis es dann im Hals richtig schmerzt: Man hat sich eine ordentliche Halsentzündung eingefangen. Krankheitserreger haben es also geschafft, sich im Rachenraum über das Normalmaß hinaus zu vermehren und sich zu einem Krankheitsherd auszuwachsen.
Was tun?
Zumeist sind Viren die Übeltäter. Nur in knapp einem Viertel der Fälle sind Bakterien, und zwar meist Streptokokken, verantwortlich. Ob sie im Spiel sind, gilt es zu klären: Denn bei Streptokokken besteht die Gefahr, dass sie auch weitere Organe wie das Herz, die Nieren oder die Gelenke nachhaltig schädigen.
Wie erkennt man nun, ob Streptokokken am Werk sind?
Die Symptome verraten uns schon direkt bei Krankheitsbeginn sehr viel. Bei einer sogenannten Angina hat man weder Schnupfen noch Husten, jedoch auf einen Schlag überaus starke Halsschmerzen und Fieber über 38 Grad. Die Lymphknoten am Hals sind geschwollen. Scharlach ist eine Sonderform der Angina. Bei Scharlach breitet sich zusätzlich ein rötlicher Ausschlag aus, der vom Oberkörper ausgeht, und die Zunge färbt sich himbeerrot. Mit Hilfe eines Schnelltests, den man in der Apotheke kaufen kann, kann man die Erreger nachweisen. Fällt dieser Selbsttest positiv aus, so muss man sich sofort in ärztliche Behandlung begeben. Denn Streptokokken erfordern unbedingt eine Behandlung mit Antibiotika. Ein Arztbesuch ist außerdem immer dann erforderlich, wenn hohes Fieber über mehrere Tage anhält. In allen anderen Fällen mit gleichzeitigem Schnupfen und Husten reicht es aus, die quälenden Halsschmerzen zu lindern und das Immunsystem zu unterstützen. Die Immunabwehr stärkt man am besten durch die Gabe von Zink in Form von Lutschtabletten oder auch in Kombination mit bestimmten Vitaminen und Mikronährstoffen zum Einnehmen. Gute Dienste leistet ein pflanzliches Präparat mit Odermennigkraut, Aloe und Myrrhe, das die Abheilung beschleunigt. Man wendet es entweder als Halsspray oder als Lutschtabletten an. Es überzieht die gereizte Oberfläche im Hals- und Rachenraum mit einer Schutzschicht und wirkt gleichzeitig schmerzstillend. Für die reine Schmerzbehandlung gibt es viele verschiedene Arzneiformen. In der Apotheke werden Sie hierzu bestens beraten und Sie können sofort mit der Behandlung loslegen.
Bevorzugen Sie lieber ein Halsspray, eine Gurgellösung oder lutschen Sie gerne Lutschtabletten?
Wenn Sie das alles nicht mögen, so helfen gegen Halsschmerzen auch klassische Schmerzmittel.
Wie kann man Halsschmerzen vorbeugen?
Ein starkes Immunsystem kann Erreger, egal ob Viren oder Bakterien, leichter abwehren. Dazu ist es auf verschiedene Mikronähstoffe wie Zink, Selen und Vitamin D angewiesen. Eine regelmäßige Zufuhr stellt die Versorgung sicher.
Mein persönlicher Tipp aus der Pregizer Apotheke in Pforzheim:
Zu trockene Umgebungsluft macht anfälliger für Atemwegsinfekte. Regelmäßig lüften, ausreichend trinken oder die Schleimhäute direkt befeuchten z.B. durch Inhalation mit Salzwasser, schafft Abhilfe.Approbation als Apotheker. Promotion am physiologischen Institut der Universität Tübingen. Leitende Tätigkeit in der Pregizer Apotheke in Pforzheim.
