Was haben Darmbakterien mit Übergewicht zu tun?

Was haben Darmbakterien mit Übergewicht zu tun?

Viele Menschen kennen das: Es ist sehr schwer, das Wunschgewicht zu erreichen. Wir sind umringt von hochkalorischen Lebensmitteln und Getränken, auf die wir quasi rund um die Uhr zugreifen können.

In den letzten Jahren ist das Mikrobiom im Darm immer mehr in den Mittelpunkt der Wissenschaft gerückt. Unter der sogenannten Darmflora versteht man sämtliche Mikroorganismen, die im Darm beheimatet sind. Darmbakterien spielen eine Schlüsselrolle bei der Verwertung der Nahrung. Man unterscheidet hier ganz grob zwei Bakteriengruppen: die „Dickmacher-Bakterien“ (Firmicutes) und die „Schlankmacher-Bakterien“ (Bacterioides), die in einem ausgewogenen Verhältnis stehen sollten.

Bei Übergewichtigen fällt jedoch auf, dass bei ihnen bis zu 2000-mal mehr Firmicutes nachweisbar sind. Das Problem hierbei: Sie können Nahrungsmittel, die ohne sie unverdaulich sind, so aufschließen, dass bis zu 30 Prozent mehr Kalorien aus der Nahrung verwertbar sind. Dazu kommt, dass bei Frauen ab Beginn der Wechseljahre der Grundumsatz um 20 % sinkt - einfach nur deswegen, weil der monatliche Zyklus entfällt. Außerdem baut der Körper ab einem Alter von 30 Jahren pro Jahr etwa ein Prozent an Muskelmasse ab, sofern man nicht mit regelmäßigen Sport-einheiten aktiv gegensteuert.

Alle diese Effekte addieren sich, so dass sich erfolgreiches Abnehmen ab 40 extrem schwierig gestalten kann.

Wie kann man gegensteuern?

Ganz wichtig ist eine möglichst kohlenhydratarme  Ernährung: Brot, Pasta, Reis und Zucker liefern viele Kalorien, ohne dass sie viele wertvollen Nährstoffe enthalten. Außerdem machen sie nicht satt! Als ideal gilt die sogenannte LOGI-Ernährung mit viel Gemüse, wenig süßem Obst, hochwertigen Proteinen (Eiweiß), gesunden Fetten und wenig Kohlenhydraten.

Eine Kur mit probiotischen Bakterien hilft dabei, die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Pflanzliche Molekülgemische stärken die Darmbarriere und verbessern die Blutfettwerte. Außerdem dämpfen sie das Hungergefühl und steigern die Fettverbrennung.

Die Einnahme basischer Mineralstoffe stoppt eine Übersäuerung, die im Verlauf einer Diät oftmals zum Stillstand der Gewichtsabnahme führt. Ganz wichtig ist natürlich ein regelmäßiges Bewegungsprogramm, das den Muskelaufbau zum Ziel hat. Denn Muskulatur verbraucht eben die meisten Kalorien, sogar in Ruhe.

Um Schwung ins Gewichtsgeschehen zu bringen, lohnt es sich, für vier Wochen eine Alkoholpause einzulegen und auf gezuckerte Getränke vollkommen zu verzichten. Als gesunde Snacks für zwischendurch eignen sich Gemüsesticks mit Frischkäse-Dipp, Käsewürfel, gekochte Eier oder eine Handvoll Nüsse anstelle von Chips und Co. auf der Couch.

Mein besonderer Tipp:

Ein pflanzlicher Fastentee schmeckt lecker und kurbelt den Stoffwechsel an. Viele Menschen schwören auf homöopathische Schlankheitstropfen, um Heißhungerattacken abzumildern.

Empfohlene Präparate:

Fastentee

Schlankheitstropfen

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.


Über diese Seite:
Autor
Dr. Holger Isensee
Apotheker

Approbation als Apotheker. Promotion am physiologischen Institut der Universität Tübingen. Leitende Tätigkeit in der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 20.01.2026Änderungsdatum: 20.01.2026

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