Wechseljahre verstehen –
Wenn der innere Takt sich verändert

Wechseljahre verstehen –<br>Wenn der innere Takt sich verändert

Wie steuert der Körper den weiblichen Zyklus?

Über Jahrzehnte folgt der weibliche Körper einem erstaunlich präzisen Rhythmus. Monat für Monat bereitet er sich darauf vor, neues Leben zu ermöglichen – gesteuert durch ein fein abgestimmtes Zusammenspiel zwischen Gehirn und Eierstöcken. Eine Eizelle spürt dabei Impulse aus dem Gehirn, beginnt zu wachsen und regt die Produktion von Östrogen an. Dieses Hormon sorgt für Aufbruchsstimmung im ganzen Körper: Es lässt die Haut glatter wirken, fördert die Durchblutung, stärkt Knochen und Bindegewebe, steigert Energie und Wachheit. In der zweiten Zyklushälfte kommt Progesteron hinzu – ein Hormon, das beruhigt, wärmt und stabilisiert. Während Östrogen für Aufbau und Aktivität steht, vermittelt Progesteron Ruhe, Regeneration und Schutz.

Was passiert in den Wechseljahren mit den Hormonen?

Etwa zehn Jahre vor der letzten Monatsblutung – der Menopause – beginnt sich dieser Rhythmus zu verändern. Die Eierstöcke reagieren nicht mehr zuverlässig auf die Steuerimpulse aus dem Gehirn, manche Zyklen verlaufen unvollständig, der Eisprung bleibt häufiger aus. Zwar startet der Körper noch seine gewohnte Aufbauphase, aber das hormonelle Gegenstück zur Stabilisierung fehlt immer öfter. Es entsteht ein Ungleichgewicht, das viele Frauen spüren: Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, veränderte Blutungen. Erst mit dem Übergang in die Postmenopause, wenn keine Eizellen mehr heranreifen, stellt sich ein neues hormonelles Gleichgewicht ein – ohne die zyklische Dynamik, aber mit deutlich weniger Schwankungen.

Warum geraten Stimmung, Schlaf und Temperatur durcheinander?

Das hormonelle Ungleichgewicht wirkt auf mehrere Regelzentren im Körper – unter anderem auf das Temperaturzentrum im Gehirn. Weil die Rückmeldung aus den Eierstöcken fehlt, reagiert der Körper mit einer Art Übersteuerung. Typische Folgen sind Hitzewallungen, nächtliches Schwitzen, empfindlichere Stimmungslagen und ein flacherer Schlaf. Viele Frauen erleben diese Phase als emotional und körperlich herausfordernd – auch weil der gewohnte Rhythmus nicht mehr verlässlich trägt.

Wie können Frauen ab 40 ihren Körper gezielt unterstützen?

Auch wenn sich der Zyklus verändert: Frauen können ihren Körper aktiv durch diese Phase begleiten. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, gezielte Entlastung von Stressachsen und die Versorgung mit wichtigen Mikronährstoffen. Vitamin D, Vitamin K, Magnesium und hochwertige Omega-3-Fettsäuren helfen dabei, Knochen, Muskeln und Nerven zu stabilisieren. Pflanzliche Isoflavone – z. B. aus Soja oder Rotklee – können helfen, hormonelle Schwankungen abzumildern. Wichtig ist: Je früher man beginnt, den Körper zu unterstützen, desto leichter findet er in eine neue Balance.

Mein Apothekertipp aus der Pregizer Apotheke in Pforzheim:

Vitamin D, Vitamin K, Magnesium und hochwertige Omega-3-Fettsäuren sind in dieser Phase besonders wichtig. Pflanzliche Isoflavone können helfen, hormonelle Schwankungen auszugleichen und den natürlichen Rhythmus sanft zu unterstützen.

FAQ – Häufige Fragen zu den Wechseljahren

Was genau passiert hormonell in den Wechseljahren?

Die Eierstöcke reagieren zunehmend unzuverlässig auf die Steuerimpulse des Gehirns. Es kommt zu unregelmäßigen Eisprüngen, unvollständigen Zyklen und einem wachsenden Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron – bis in der Postmenopause ein neues, stabileres Gleichgewicht erreicht ist.

Wann beginnen die Wechseljahre – und wie lange dauern sie?

Die Wechseljahre beginnen meist zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr, individuell sehr unterschiedlich. Die gesamte Übergangsphase kann 5 bis 10 Jahre dauern – von der frühen Umstellungsphase bis zur Postmenopause.

Was unterscheidet Östrogen und Progesteron in ihrer Wirkung?

Östrogen steht für Aufbau, Energie und Durchblutung. Es stärkt Haut, Knochen und Gewebe. Progesteron wirkt beruhigend, schlaffördernd und regulierend – es sorgt für innere Stabilität und Ausgleich. Das Gleichgewicht beider Hormone prägt den weiblichen Zyklus entscheidend.

Empfohlene Präparate:

Isoflavon MensSana

Omega DHA MensSana

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.


Über diese Seite:
Autor
Dr. Holger Isensee
Apotheker

Approbation als Apotheker. Promotion am physiologischen Institut der Universität Tübingen. Leitende Tätigkeit in der Pregizer Apotheke in Pforzheim.

Erstellungsdatum: 24.02.2026Änderungsdatum: 24.02.2026

Von A wie Arthritis bis Z wie Zecken finden Sie zahlreiche Themen in unseren Gesundheitstipps. Geben Sie einfach Ihr Stichwort in die Suchleiste ein um alle unsere Tipps zu Ihrem Thema zu finden.

Kontakt

Kontaktdaten
Telefon: 07231 14370
Telefax: 07231 143714
WhatsApp: 07231 14370
E-Mail schreiben

Öffnungszeiten
Mo. bis Fr.: 08.00 – 19.00 Uhr
Samstag : 09.00 – 15.00 Uhr

Notdienst-Apotheke finden